Redesign Handrührgerät
Ein Küchengerät neu gedacht
Im dritten Semester führten wir eine umfangreiche Recherche über Handrührgeräte nach dem
Coburger Designpiloten
durch. Darauf folgte eine Ideenfindungs- und Entwurfsphase. Ein in jeder Küche vorfindbares Gerät soll neugestaltet und verbessert werden - in seiner Funktionsweise, seiner Handhabung und seinem Aussehen. Aus der vorangegangenen Analysephase gesammelten Informationen wurden dabei ebenso mit einbezogen, wie herstellungsrelevante Aspekte.
Studienarbeit 4. Semester
Fach Entwurf und Konstruktion
Partnerarbeit mit Christoph Bieder
Eingesetzte Tools:
Rhinoceros 5
Modellierung Grundform
Solid Works
Innenleben und Technik
Keyshot
Renderings
Affinity Photo
Bearbeitung Renderings
Adobe InDesign
Dokumentation
Arduino
IX Design Modell
Konzept-Workshop
Ein durchgängig cleanes Produkt zu entwickeln, das war meinem Teampartner und mir besonders wichtig. Das betrifft sowohl die Gehäuseform, seine Materialität und Anmutung genauso wie die praktischen Funktionsteile wie User-Interface oder Motorkühlung.
Während unseres Workshops erarbeiteten wir die Aspekte, die bei Handrührgeräten mit einer cleanen Gestaltung in Verbindung stehen. Zu den jeweiligen Punkten suchten wir praktikable Lösungsmöglichkeiten.
Während unseres Workshops erarbeiteten wir die Aspekte, die bei Handrührgeräten mit einer cleanen Gestaltung in Verbindung stehen. Zu den jeweiligen Punkten suchten wir praktikable Lösungsmöglichkeiten.
Ergebnisse des Workshops
Kein Platz für Schmutz!
Gehäuseform und Bauteile sollten möglichst keine Fugen, Öffnungen oder Kanten aufweisen, in denen sich Schmutz ablagern kann
Einfache Reinigung
Bestenfalls sollte das Gerät unter Wasser gereinigt werden können
Reduziertes Interface
Viele Knöpfe sammeln viel Brei - darum wollen wir das Interface neugestalten und vereinfachen!
Kabellos
Die Leitung wird bei der Nutzung oft als störend empfunden, auch unter hygienischen Gesichtspunkten
Varianten Komponentenlayout
Form-Mockup
Inspiration für die Grundform unseres Handrührgerätes lieferte ein Kieselstein: Glatt, handschmeichelnd, abgerundet und keine Angriffspunkte für Verschmutzung. An einem Mockup aus Modellschaum entwickelten wir die Gehäuseform und testeten Griff- und Abstellmomente.
Ideenfindung und Ausarbeitung
Die Grundform wollten wir möglichst unangetastet lassen. Doch wie soll man einen Kieselstein aufstellen? Wir fügten zwei Beinchen an, welche das Rührgerät nach Hinten abstützen. Zusammen mit der Aufnahme der Rühraufsätze bilden sie additiv angefügte Elemente, welche ihre Funktion deutlich anzeigen, ohne die Grundform zu brechen.
Die Rühraufsätze entwickelten wir aufgrund unserer Workshop-Erkenntnisse ebenfalls neu. Es stand die Reduktion zugunsten der Hygiene im Vordergrund. Für die Aufsätze überlegten wir uns einen Dreikant-Schaft, welcher verdrehsicher in die Aufnahme gesteckt werden kann. Dort wird er von einem starken Magneten gehalten. Die Aufsätze können einfach herausgezogen werden, eine Auswurftaste ist nicht mehr notwendig.
Aus der Idee, die Gehäuseschalen mit einem Elastomerprofil fugenlos abzudichten, entwickelten wir ein zentrales Feature und zugleich hervorstechendes Element des formalen Aufbaus. Aufgrund der Position des Dichtungselementes machte es für uns Sinn, darin Bedienelemente, Stromanschluss und Branding zu integrieren.
Die Rühraufsätze entwickelten wir aufgrund unserer Workshop-Erkenntnisse ebenfalls neu. Es stand die Reduktion zugunsten der Hygiene im Vordergrund. Für die Aufsätze überlegten wir uns einen Dreikant-Schaft, welcher verdrehsicher in die Aufnahme gesteckt werden kann. Dort wird er von einem starken Magneten gehalten. Die Aufsätze können einfach herausgezogen werden, eine Auswurftaste ist nicht mehr notwendig.
Aus der Idee, die Gehäuseschalen mit einem Elastomerprofil fugenlos abzudichten, entwickelten wir ein zentrales Feature und zugleich hervorstechendes Element des formalen Aufbaus. Aufgrund der Position des Dichtungselementes machte es für uns Sinn, darin Bedienelemente, Stromanschluss und Branding zu integrieren.
Ein Band mit Funktion
Der Elastomerstreifen ist Funktionsträger und Visual Key unseres Küchengerätes: Abdichtung der Gehäuseschalen
Beherbergen des Interfaces, möglichst nah am Nutzer
Anschlussbuchse für das Netzteil
Ergonomische Funktionen
Verdecken der Schrauben zur Montage/Reparatur
Formbrechendes Element in Akzentfarbe
Labeling (Marke, Bezeichnung, Beschriftung)
IX Design Mockup
Um die Funktion der für ORBLE konzipierten Ein-Tasten-Bedienung zu testen, bauten wir ein Mockup, welches die Steuerung mit realen elektronischen Komponenten darstellt.
Motoren, Taster, kapazitiver Sensor, RGB-LED und Akku wurden an ein Modell aus zwei gelaserten Holzplatten montiert. Die Bauteile wurden an einem Arduino-Mikrocontroller angeschlossen, auf dem die Steuerung programmiert wurde.
Das Einschalten, Geschwindigkeitsregeln und die Sicherheitsfunktion beim Loslassen des Gerätes konnten so direkt gezeigt und ausprobiert werden.
Motoren, Taster, kapazitiver Sensor, RGB-LED und Akku wurden an ein Modell aus zwei gelaserten Holzplatten montiert. Die Bauteile wurden an einem Arduino-Mikrocontroller angeschlossen, auf dem die Steuerung programmiert wurde.
Das Einschalten, Geschwindigkeitsregeln und die Sicherheitsfunktion beim Loslassen des Gerätes konnten so direkt gezeigt und ausprobiert werden.
Benefits
Vollständige Abdichtung
Schnittstellen nach Außen werden nur durch das Band gebildet. Vom Elastomer umschlossene Bauteile sind ebenfalls vollständig vor Feuchtigkeit geschützt.
Ungestörte Ästhetik
Die Grundform des Gehäuses wird nur durch das Band durchbrochen. Es entstehen keine Fugen oder Spalte.
Einfache Montage
Ein hochintegriertes Bauteil ersetzt viele einzelne Komponenten
CAD-Konstruktion
Das Form-Mockup bildeten wir in Rhino als Hülle nach. In diese setzten wir die größten Komponenten ein, um die dafür nötigen Bauräume zu überprüfen. Nach weiteren Formkorrekturen wurde das Modell in seine beiden Schalenteile und dem Band dazwischen aufgeteilt. In SolidWorks erfolgte die Konstruktion des Innenlebens und der Anbauteile.
Renderings
Endmodell