TOCK
Symbiose einer mechanischen und digitalen Zeitschaltuhr
Da die meisten Zeitschaltuhren auf dem Markt ohne Anleitung nur sehr schwer zu programmieren sind, wurde bei der Aufgabenstellung ein besonderes Augenmerk auf die Neugestaltung des Interfaces gelegt.

Mit TOCK wollen wir die Einfachheit einer mechanischen Zeitschaltuhr mit den Vorzügen eines digitalen Schaltgerätes kombinieren.


Studienarbeit 2. Semester
Fach Entwurf und Konstruktion
Partnerarbeit mit Elisabeth Ewald

Eingesetzte Tools:

Solid Works
CAD-Konstruktion
Keyshot
Renderings
InDesign
Dokumentation
Affinity Designer
Illustration Dokumentation
Analyse Bedienkonzepte
Wir untersuchten zunächst das Interface bisheriger Geräte:
Schieber-Rad
Kleine Hebel am Drehrad bestimmen für jeden Zeitabschnitt den Schaltzustand. Sie dienen zum Einstellen als auch zur Kontrolle der Schaltzeiten.
LCD-Display
Die vielen Informationen auf kleinen Raum erschweren das Programmieren der Zeiten, da die Informationsmenge eher überfordert als nützt.
Tasten + Sprache
Digitale Zeitschaltuhren haben viele Tasten, welche meist in Englisch beschriftet sind, um ihre Funktion zu beschreiben.
Entwicklung Bedienkonzept
In Analogie zu vielen anderen Geräten stellten wir fest, dass ein
Drehknopf
die
direkteste, schnellste und intuitivste Eingabemöglichkeit
für einen größeren Wertebereich darstellt. Die Geschwindigkeit und Präzision ist frei kontrollierbar.

Damit das Drehrad nicht "davonläuft" entschieden wir uns für eine rastende Variante, wobei jeder Rastschritt den Zeitwert um 5 Minuten verändert. Eine minutengenaue Auflösung war für eine Zeitschaltuhr im Heimgebrauch unnötig.



Durch eine
Funktionsabstraktion
erkannten wir, dass eine Zeitschaltuhr lediglich die Aktionen
"Einschalten"
und
"Ausschalten"
an sich
wiederholende Uhrzeiten
koppelt. Wir erarbeiteten uns daraufhin eine Eingabemethode, mit der man beliebige Ein- und Ausschaltzeiten festlegen konnte.

Um die eingestellten Ein- und Ausschaltpunkte zu visualisieren, haben wir in Anlehnung an die mechanischen Schaltuhren einen
Ring aus 24 Leuchtpunkten
um den Drehknopf gelegt, welcher einen kompletten Tag abbildet. Aktive Punkte zeigen einen eingeschalteten Verbraucher zu einer Tageszeit.
Interface unserer Zeitschaltuhr
Einstellrad
Das Rad dient analog zur mechanischen Zeitschltuhr zum intuitiven Einstellen der Schaltzeiten. Die spürbaren Rastpunkte ergeben eine Änderung von je 5 Minuten, eine Umdrehung entspricht 2 Stunden.
LED-Kranz
Die umlaufenden Lichtpunkte geben wie die Hebel der mechanischen Uhren eine schnelle Übersicht über die Schaltintervalle.
7-Segment-Anzeige
Eine stark reduzierte Anzeige gibt nur die Informationen aus, die gerade benötigt werden. Die durch das Gehäuse scheinenden Ziffern sind bei allen Lichtverhältnissen gut ablesbar.
3 Tasten
Mit nur 3 gut erreichbaren, großen Tasten können zusammen mit dem Einstellrad die Ein- und Ausschaltzeiten, der Wochentag, sowie die aktuelle Uhrzeit eingestellt werden.
Gestaltung des Gehäuses
Wir wollten unser entwickeltes Interface bei der Gestaltung des Gehäuses stark in den Vordergrund stellen, weshalb wir den
Fokus auf die Bedienelemente
legten. Diese setzten wir mit Elementen aus weichem Material und kräftigen Farben vom Rest des Gehäuses ab.

In ihrer Formensprache wollten wir das Gerät
schlicht und geordnet
halten. Ebenfalls sollten die
Analogien zu mechanischen Zeitschaltuhren
erkennbar sein und Menschen ansprechen, welche mechanische Zeitschaltuhren aufgrund ihrer Einfachheit bevorzugen.

Wir prüften die technische Umsetzbarkeit unserer Idee und ordneten die benötigten Bauräume dafür an. In einem
Mockup
testeten wir den formalen Aufbau hinsichtlich der
Proportionen und der Ergonomie
. Der weitere Entwurf fand hauptsächlich im CAD statt, wo wir unser Modell immer weiter ausarbeiteten.
Renderings
Modellfotos